Weinjahr 2015

Autor: Oli Kategorie: Wine Brothers Datum: 2016-05-16


Für alle Sonnenanbeter war 2015 ein perfektes Jahr: Frühlings-Sonne, extreme Sommer-Hitze, anhaltende Herbst-Trockenheit und wieder Rekordwärme. Aber wie war das Rekordjahr für alle Weinfreunde? Können die 2015er-Jahrgänge die hohen Erwartungen erfüllen?


Besonders bei einem solch nasskalten Frühling wie bisher erinnert man sich gerne an den heissen Sommer 2015 zurück. Auch der Frühling und Herbst waren vorzüglich und entsprechend euphorisch waren im Herbst auch viele Winzer, wenn man sie nach ihrem 2015er-Jahrgang fragte. Aber können die Weine die hohen Erwartungen erfüllen und wie sieht es im Weinland Italien aus?


Europa top, Südamerika flop
Generell lässt sich sagen, dass der 2015er-Jahrgang für alle wichtigen Weingebiete in Europa sehr vielversprechend ist. Das Wetter hat sehr gut mitgespielt und die Qualität der Trauben ist vielerorts hervorragend. Einziger Wermutstropfen für die Winzer in unseren Breitengraden: In manchen Gebieten war der Ertrag deutlich geringer als in den Vorjahren. Dies hängt damit zusammen, dass aufgrund der Trockenheit die Trauben kleiner geblieben sind als in den Vorjahren. Der Qualität hat dies aber nicht geschadet, im Gegenteil.
Anders sieht die Gemütslage der Winzer in Südamerika aus. Die langanhaltende Trockenheit, ein Ascheregen durch einen Vulkanausbruch in Chile (der auch die südlichen Anbaugebiete in Argentinien tangierte) sowie langanhaltender Regen während der Lesezeit machten den Winzern zu schaffen.


Vielversprechendes Weinjahr in Italien
Wie im Rest von Europa hätten sich auch die Winzer in Italien keinen besseren Klimaverlauf ausdenken können. Im Winter hat es oft geregnet und im Frühling war es ausgesprochen mild und ebenfalls regenreich. Dadurch konnten die Reben gut wachsen und sich mit Feuchtigkeit vorsorgen. Diese haben sie auch gebraucht. Denn der Sommer war überdurchschnittlich heiss und sehr trocken. Im Spätsommer, als die Reben langsam aber sicher nach Wasser dürsteten, kam der grosse Regen und die Reben konnten wieder auftanken für einen warmen, goldenen Herbst, bei welchem die Trauben perfekt ausreifen konnten.

Positiv war 2015 auch, weil die Kirschessigfliege in Mitteleuropa kein grosses Thema mehr war. Zwar ist der Schädling noch nicht verschwunden, doch war es ihm im letzten Sommer schlicht zu heiss und er hat sich bei der Trockenheit nicht gut ausbreiten können.


Wir können uns also auf einige hervorragende Tropfen des Weinjahres 2015 freuen. Einige davon zeigen wir gerne an unserer Wein-Degustation am nächsten Freitag, 20. Mai.