Weinjahr 2014

Autor: Oli Kategorie: Wine Brothers Datum: 2015-02-05


Positiv formuliert, war der Sommer 2014 für die Winzer Italiens „herausfordernd“, negativ formuliert war der Sommer „katastrophal“. Mit einem goldenen Herbst wendete sich das Blatt dann doch noch zum Guten und die meisten Trauben konnten sehr gut ausreifen.

 

Regen und Hagel im Sommer

Das Weinjahr 2014 war für die Winzer in Italien eine ziemliche Achterbahnfahrt. Wie auch bei uns in der Schweiz, waren die Sommermonate in Italien wettertechnisch enttäuschend. Vom Norden bis hinunter nach Apulien war es den Sommer durch verhältnismässig kühl und regnerisch. Die feuchten Sommermonate haben teilweise Pilzkrankheiten verursacht, welche die Reifung der Trauben zusätzlich beeinträchtigt hat. Davon betroffen waren insbesondere früh reifende Traubensorten. Auch nicht rosig lief es einigen Winzern wegen Hagelfällen. So ist im Piemonte ein beträchtlicher Teil der Moscato-Ernte vom Hagel getroffen worden und die Erträge sind entsprechend geringer, als in den vorherigen Jahren.

 

Viel Sonne im Herbst

Doch es gibt auch viel Erfreuliches, das vom Weinjahr 2014 in Erinnerung bleiben wird. Die in der Schweiz viel diskutierte Kirschessigfliege, die den Schweizern Winzern die Arbeit im Rebberg zusätzlich erschwert hat, hat es – zum Glück für die italienischen Weinbauern -  nicht bis über den Gotthard geschafft.

Und sowieso, wendete sich das Blatt im Herbst für die italienischen Winzer zum Guten mit wunderbarem Wetter und vielen Sonnentagen. Die Trauben konnten im goldenen Herbst viel Wärme und Licht tanken und schlussendlich sehr schön reif gelesen werden. So haben beispielsweise die spät reifenden Nebbiolo-Trauben vom wunderbaren Wetter im Herbst profitiert und auch die Barbera-Trauben sind sehr gut gereift.

Insgesamt hat der goldene Herbst den schlechten Sommer wettgemacht und wir können uns auf viele gute Weinen mit dem Jahrgang 2014 aus Italien freuen.